Inside Resilienz - Was wirklich hinter Stress steckt

Transkript

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00:00:00: Schön, dass du heute wieder dabei bist.

00:00:03: Gleich zu Beginn habe ich eine Frage an dich und zwar Wann hast Du Dich eigentlich das letzte Mal wirklich um Dich selbst gekümmert?

00:00:12: Und Ich meine damit nicht so ein kurz Moment wo Du Dir einen Tee kochst oder einen Kaffee Das ist auch schön Aber ich meine einen Moment Wo Du wirklich mit Dir im Kontakt warst wo du dich gespürt hast, deinen Körper gespült hast, deine Gefühle gefühlt hast.

00:00:31: Ja und einfach bei dir warst im Kontakt mit dir und auch ganz bewusst etwas für dich getan

00:00:37: hast!

00:00:38: Wenn du da gerade kurz überlegen musst dann bist du nicht allein denn es geht ganz ganz vielen so und genau deshalb habe ich mir dieses Thema für diese Folge überlegt.

00:00:49: Denn wir sprechen hier und heute über einen der wichtigsten Begleitfaktoren von Resilienz, denn es gibt ja insgesamt sieben Hauptfaktorinnen – aber das ist ein Begleithaktor!

00:01:03: Und er wird oft unterschätzt.

00:01:05: Das ist die sogenannte Selbstfürsorge.

00:01:09: Ich möchte direkt mit einem ganz wichtigen Gedanken einsteigen.

00:01:13: Selbstfürssorge ist kein Luxus Selbstfürsorge ist eine Voraussetzung.

00:01:20: Ja, wofür eigentlich?

00:01:20: Eine Voraossetzung dafür dass du langfristig gesund bist klar und auch kraftvoll durch dein Leben gehen kannst.

00:01:28: Und mir ist aufgefallen in meiner Arbeit das gerade Menschen die in helfenden Berufen tätig sind oder auch im privaten Umfeld sich viel um andere kümmern, um Angehörige, um Kinder allgemein um andere Menschen die einem nah stehen.

00:01:46: Dann sind diese Personen oft geübt darin, für andere da zu sein.

00:01:50: Weil sie eben auch spüren was andere brauchen und das ist auch schön.

00:01:55: nur es mir aufgefallen dass diese Menschen ganz oft eine schlechte Selbstfürsorge haben.

00:02:01: Und warum?

00:02:02: weil über die Fürsorge Zu anderen auf der Kontakt zu sich selbst verloren geht.

00:02:10: Das finde ich total spannend Dass so etwas geschieht, denn wenn wir für andere sehr viel da sind.

00:02:16: Wie kann es eigentlich sein dass wir uns selbst dabei dann vergessen?

00:02:23: Ja und selbst wenn du gar nicht in so einem klassischen helfenden Kontext unterwegs bist betrifft dich dieses Thema genauso Denn Selbstfürsorge bedeutet nicht nur sich auszurohnen Wenn man erschöpft ist sondern viel früher Es bedeutet im Alltag Im Kontakt mit sich selbst zu bleiben.

00:02:44: Ja und genau hier liegt ein ganz zentraler Punkt, denn viele Menschen leben nach dem Prinzip ja ich halte das jetzt durch.

00:02:50: Bald ist Wochenende, am Wochenender hole ich mich oder bald des Urlaub.

00:02:55: bis dahin habe ich noch so viel zu tun und ich tanke dann im Urlaub wieder auf.

00:03:02: Doch das Problem ist dass unser System, unser Körper nicht dafür gemacht es dauerhaft auf Spannung zu laufen Um dann schnell am Wochenende oder im Urlaub zu regenerieren, viele werden tatsächlich ganz oft im Urlaub erst mal krank.

00:03:17: Vielleicht kennst du das auch?

00:03:18: Weil der Körper so lang funktioniert hat und einfach nur noch erschöpft ist und dich quasi zur Ruhe zwingt.

00:03:25: Und viele merken auch dass sie am Wochenend erstmal einen Tief haben und es gefühlt sind total müde.

00:03:32: Und Sonntag vielleicht schon wieder die Gedanken an die Arbeit haben.

00:03:35: Das ist nicht wirklich erholsam.

00:03:37: Und deshalb würde ich dir wirklich empfehlen, dass du versuchst im Laufe deiner Arbeitswoche Momente zu schaffen.

00:03:45: Kleine Momente wo du ganz bewusst etwas für dich machst.

00:03:50: Das kann zum Beispiel sein ein Spaziergang an der frischen Luft Ein paar Minuten der Stille Ein bewusstes Durchatmen zwischen zwei Terminen Ein Gespräch mit einem Menschen der dir gut tut oder auch ganz bewusst Rückzug Denn manchmal tanken wir auf, indem wir im Austausch mit anderen sind und manchmal brauchen wir den Rückzug die Stille in die Natur zu gehen.

00:04:15: Und einfach Kontakt mit sich aufzunehmen.

00:04:17: und da würde ich dir empfehlen dass du indig reinspürst was brauche ich gerade jetzt?

00:04:22: Was tut mir gut?

00:04:24: wo bekomme ich mehr Energie als ich rausgebe?

00:04:27: das sollte das Kriterium sein.

00:04:30: Und während du dich das fragst, kannst du dir auch mal überlegen was sind eigentlich deine Kraftquellen?

00:04:36: Und Kraftquell sind etwas die im Außen sind.

00:04:38: Das heißt es kann sein dass deine Kraftquelle vielleicht die Natur ist dein Garten, deinen Balkon, deine beste Freundin Dein Partner, deine Partnerin.

00:04:48: Die Kinder oder dein Sport oder deinen Verein oder etwas Spirituelles?

00:04:55: Es ist eigentlich ganz egal.

00:04:57: Hauptsache eben du sagst Wenn ich mit diesen Dingen oder Personen oder Situationen mich verbinde dann bekomme ich Energie Dann fühle ich mich lebendig für mich bei mir.

00:05:08: Ich fühle mich kraftvoll voller Energie.

00:05:11: es tut mir einfach gut.

00:05:12: dann wäre das eine Kraftquelle.

00:05:14: Und die meisten von uns haben so drei Hauptkraftquellen, wo du sagst ja da weiß ich ganz genau danach geht es mir besser.

00:05:22: Es kann aber auch eben sein dass ist eine Kraft.

00:05:23: Quelle ist wie Handarbeit kochen meditieren.

00:05:28: also guck mal wirklich für dich was sie gut tut.

00:05:31: und dann würde ich dir empfehlen dass du im Laufe der Arbeitswoche vom Montag bis Freitag möglichst alle drei Kraftquellen mal nutzt Und alle drei Kraftquellen aktivierst, wenn du sagst, das ist mir jetzt viel zu viel.

00:05:46: Das schaffe ich gar nicht!

00:05:47: Dann fangen vielleicht mit einer an.

00:05:51: Das wäre schon wirklich ein großer, großer Schritt Richtung Selbstfürsorge.

00:05:55: Wenn du sagen kannst diese Woche von Montag bis Freitag habe ich eine meiner Kraftquelle genutzt.

00:06:04: Und es kommt auch noch ein wichtiger Punkt, denn viele von diesen Dingen geschehen natürlich nicht von selbst.

00:06:10: Sondern es braucht auch eine Entscheidung und wirklich auch einen Bedürfnis und einen Wunsch von dir selbst.

00:06:16: das du sagst Moment mal.

00:06:18: meine Priorisierung bisher stimmt nicht.

00:06:20: ich habe zwar so viel zu erledigen Trotzdem möchte ich mit mir im Kontakt sein und mich auch spüren.

00:06:26: Und nicht in einem Leben, wo ich nur funktioniere.

00:06:29: Denn das geht auf Dauer auch nicht gut!

00:06:31: Ich erlebe so viele Menschen in den Coachings und Trainings die mir eben berichten dass sie irgendwann dann ein Burnout hatten oder einfach auch einen Schicksalsschlag der sie wach gerüttelt hat.

00:06:42: plädiere ich immer dafür und sage, idealerweise sind wir vorher mit uns im Kontakt bevor etwas passiert ist was uns aus der Bahn geworfen hat.

00:06:52: Und das wäre eben ein nächster Schritt!

00:06:55: Ich nenne das auch ganz gern einen heiligen Termin mit dir selbst.

00:06:59: also dass du sagst einmal pro Woche mindestens... Wir sagen es ja auch der Anfang Einmal die Woche bin ich in Kontakt mit mir.

00:07:06: Es ist ein heiliger Termin, ein Termin der genauso wichtig ist wie ein beruflicher Termin oder auch Termine mit anderen und einen Termin, den du auch möglichst nicht absagst.

00:07:20: Den du nicht verschiebst der einfach feststeht denn dein Unterbewusstsein bekommt das auch mit wenn du dir was vornimmst weil meinetwegen Mittwochs geh ich zum Yoga und dann sagst du dir oh ich habe so viel schafft das nicht.

00:07:31: Ich bin so müde Denn unter Bewusstsein registriert auch dass du dich nicht um dich selbst kümmerst.

00:07:38: Und das ist ganz, ganz wichtig.

00:07:39: Diese liebevolle Zuwendung zu sich selbst denn vor allem wenn du auch gerne für andere Menschen da bist es ist besonders wichtig dass du dich auch um dich kümmerst deine Batterien auflädst um dann wieder für andere da zu sein.

00:07:54: und auch im Job bist du letztendlich auch ein Vorbild.

00:07:57: Wenn du zum Beispiel Teamleitung oder Teamleitungen bist oder eine Führungskraft kannst du auch sagen ja ich gehe auch mit gutem Beispiel voran.

00:08:04: Es ist wichtig auch für sich zu sorgen Und das ist vielleicht dann auch einer der wichtigsten Gedanken dieser Folge.

00:08:11: Selbstfürsorge ist nicht egoistisch, sie ist die Grundlage dafür dass du langfristig auch weiterhin geben kannst ohne dass du dich selbst verlierst.

00:08:21: Ja und vielleicht nimmst Du aus dieser Folge heute eine kleine Sache mit Eine einzige Sache ein Moment in der Woche den du dir ganz bewusst für Dich nimmest wo du vielleicht auch das Handy mal ausschaltest oder auf Flugmodus und einfach für dich bist.

00:08:36: Und eine Ressource, die du wieder mehr nutzt oder eben eine Kraftquelle wo du sagst, die integriere ich jetzt in meinen Alltag.

00:08:44: Diese eine Sache damit fange ich

00:08:46: an.".

00:08:47: Und so entsteht dann natürlich auch Resilienz denn eben wie ich es am Anfang gesagt habe, die selbstfür Sorge ist ein ganz ganz wichtiger Bestandteil der Resilience.

00:08:56: und deswegen ja fühle mich nicht egoistisch Ja, so dass du die anderen vergisst.

00:09:03: Wenn du dich um dich selbst kümmerst.

00:09:04: im Gegenteil ist es wirklich die Grundlage dafür das du gesund bleibst, dass du gut für andere da sein kannst, dass zu leistungsfähig bist und auch glücklich sein kannst weil natürlich diese Momente der Selbstfürsorge auch der Seelegut tonen.

00:09:22: tatsächlich Ich freue mich, wenn du vielleicht berichtest wie es dir damit geht.

00:09:29: Auch mit dieser Kraftquelle die du dann bewusst integrierst und du wirst auch merken dass du dann zum Beispiel im Urlaub nicht als erstes wieder krank wirst oder am Wochenende totaler Schöpft auf der Couch sitzt oder liegst sondern das du unter der Woche für dich gesorgt hast und deine selbst für deine Selbstfürsorge gesorgt.

00:09:54: Und ich wünsche dir jetzt ganz viel Freude dabei, dich selbst wieder ein Stück mehr in den Blick zu nehmen.

00:10:00: und denke immer dran du bist nicht nur für andere da.

00:10:04: Du bist auch für dich selbst da!