Was wirklich hinter Stress steckt - und wie Du zurück in Deine Balance findest.
00:00:00: Schön, dass du heute wieder dabei bist und vielleicht kennst du diesen Moment auch.
00:00:05: Du bist ganz normal in deinem Alltag und auf einmal merkst du irgendwie wird mir gerade alles zu viel.
00:00:12: Dein Kopf wird unruhig, deinen Körper spannt sich an und alles wird irgendwie schneller oder innerlich auch enger.
00:00:19: Und das passiert ganz oft plötzlich.
00:00:21: eben war noch alles okay und im nächsten Moment merkst Viele versuchen dann, das irgendwie wegzudenken oder sich zusammen zu reißen und weiter zu funktionieren.
00:00:39: Aber das klappt meist nicht so gut weil dein Körper an dem Moment gar nicht auf Lösung eingestellt ist – und deinen Kopf auch nicht -, sondern eher auf Schutz und auf Sicherheit!
00:00:50: Und deshalb geht es heute um zwei Dinge in diesem Podcast.
00:00:53: Was hilft dir wenn du akut Stress hast?
00:00:57: Und was hilft dir damit es gar nicht erst soweit
00:01:00: kommt?!
00:01:02: Wenn du merkst, es wird gerade zu viel.
00:01:05: Dann geht es nicht darum das Problem sofort zu lösen sondern erst einmal darum dass du dich wieder ein Stück regulierst und dafür gibt es ein paar einfache Dinge die Du direkt machen kannst.
00:01:20: Das erste ist dein Atem.
00:01:22: der verändert sich nämlich so fort wenn Stress da ist.
00:01:26: oft atmen wir im stress sehr flach und auch viel schneller als sonst Und du kannst ihn aber bewusst beeinflussen, indem du zum Beispiel in einem akuten Moment von Stress die sogenannte Viereratmung ausprobierst.
00:01:41: Dies ganz leicht, du machst es einfach so dass du vier Sekunden lang einatmest den Atem dann vier Sekund hältst, vier Sekunde wieder außeratmst und wieder vier Sekun hältst.
00:01:55: Und das ein paar mal hintereinander.
00:01:57: wenn du ungefähr so fünf sechs Runden gemacht hast wirst du merken du kommst aus diesem akuten Stressmoment raus Dein Atem wird wieder tiefer und du kommst wieder ein Stück zurück zu dir.
00:02:11: Und es geht dann gar nicht darum, das irgendwie perfekt zu machen sondern wirklich wieder bei dir ein Stück anzukommen.
00:02:17: Die Buddhisten machen das zum Beispiel auch.
00:02:20: Sie haben eine sogenannte Achtsamkeitsglocke wo sie die Glocke läuten so einmal pro Stunde und dann halten sie für eine Minute inner alles was sie gerade tun und werden still.
00:02:35: Und kommen in dem Moment wieder bei sich selbst an, zurück in die Präsenz – eine sehr schöne Übung!
00:02:45: Dann gibt es noch die Möglichkeit der Bewegung also dass du einmal alles ausschüttelst.
00:02:51: Denn gerade wenn du merkst das du sehr viel im Kopf unterwegs bist und vielleicht denkst mir war grad alles zuviel Das Gespräch war mir grade soviel Der Tag war mir gerade zuvier Ich brauch wie so ein Reset dann hilft das total den Körper mitzunehmen und dich in dem Fall wirklich wie auszuschütteln.
00:03:09: Das heißt, du stellst dich einfach hin schulterbreit und schüttelst Arme und Beine aus und schüttelt es wie den ganzen Körper eine Minute durch.
00:03:19: das ist wie ein innerer Reset Knopf, den wir eigentlich haben und den wir wirklich gut nutzen können.
00:03:24: also im Büro kannst du einfach die Tür kurz zumachen und dich ausschückeln oder du gehst auf Toilette oder wo auch immer du bist.
00:03:31: Du wirst merken dass tut dir unheimlich gut Und am Anfang fühlt es sich vielleicht ein bisschen komisch an, aber ist das wirklich sehr wirksam.
00:03:43: Dann gibt es noch die Silent Minute – die sogenannte ruhige oder stille Minute.
00:03:51: Das ist etwas was ich persönlich auch sehr mag und zwar hast du bei der Silent Minute zwischen zwei Dingen oder zwischen zwei Aufgaben kurz innehältst Bei dir ankommst, tief ein- und ausatmest Und ich dann vielleicht frag's, was ist jetzt gerade wirklich wichtig?
00:04:10: Und diese sechzig Sekunden zwischen zwei Aufgaben, zwischen zwei Meetings, zwischen drei Dingen die du tust.
00:04:17: Die haben wir eigentlich alle und sie können einen großen Unterschied machen weil... Ich hatte es ja in der letzten Folge erwähnt das größte Thema ist eigentlich dass wir zu so einem großen Anteil am Tag im Autopilot sind.
00:04:30: zu neunzig Prozent Übungen helfen wirklich, den zu unterbrechen und einfach mit dir am Tag im Kontakt zu sein.
00:04:41: Eine Kundin hat mir sogar mal gesagt dass ich die sechzig Sekunden wie so eine kleine Wellnismassage anfühlen zwischendurch und es fand nicht eigentlich ganz schön als Beschreibung.
00:04:54: Und jetzt geht es noch darum was dir langfristig helfen kann.
00:04:58: Das waren jetzt akute Tipps.
00:05:00: Aber es gibt noch etwas, was mindestens genauso wichtig ist.
00:05:03: Also alles was dir hilft dass der Stress gar nicht erst so stark wird das es kippt sondern dass du auf dich achtest und im Alltag dich selbst auch gut regulieren kannst.
00:05:17: Etwas was ich für ganz ganz wichtig halte ist die Struktur Denn das ist ein Punkt, der oft unterschätzt wird.
00:05:24: und gerade wenn Arbeit- und Privatleben ein bisschen ineinanderschwimmen.
00:05:28: Also zum Beispiel im Homeoffice und besonders dann, wenn jemand bis zu viel über Gedanken reagiert also über die Gedanken- und Gefühlswelt Dann sind es auf die Menschen denen es schwerer fällt abzuschalten und auch schwerer felsen unterscheiden.
00:05:43: Und dann hilft es wenn du deinem Kopf einen klaren Anker gibst, also so etwas wie hier ist die Arbeit und hier ist privat.
00:05:53: Und das ist auch gar nicht so leicht weil manche haben nicht den Luxus dass sie sich ein Büro im eigenen Haus oder in der Wohnung leisten können.
00:06:02: Aber selbst dann kannst du deine Räume so aufteilen, zum Beispiel auch durch Raumteiler.
00:06:07: Dass du sagst hier ist mein Arbeitsbereich und hier ist meinen Freizeitbereich.
00:06:11: Das hilft wirklich sehr gut um diese Struktur im Alltag zu haben wo du unterscheidest zwischen Job- und Privatleben Und selbst wenn du nur den Stuhl veränderst auf dem du sitzt macht es tatsächlich einen Unterschied.
00:06:28: Vielleicht probierst du's einfach mal aus.
00:06:32: Was ich auch noch sehr, sehr gut finde sind Rituale.
00:06:36: Also Dinge die immer wieder gleich ablaufen gerade in Zeiten von großer Veränderung.
00:06:44: wenn du grade durch eine Zeit großen Wandels gehst dann ist es gut wenn man etwas hat was gleich bleibt und worauf du dich verlassen kannst.
00:06:54: Und in der Resilienz geht's auch ganz viel um die Selbststeuerungsfähigkeit.
00:06:59: Das bedeutet einfach, dass du dich selbst steuern kannst.
00:07:02: Das heißt deine Emotionen, deine Reaktionen und dich auch gut begleiten kannst in Zeiten von Stress und Anspannung.
00:07:11: Und die Rituale sind so ein Anker wo du merkst etwas bleibt gleich was ich auch beeinflussen kann egal wie viel Bewegung im Außen ist.
00:07:21: Und das kann ein bewusster Start in den Tag sein.
00:07:25: vielleicht die Tasse Kaffee oder Tee Oder du setzt dich auf dem Balkon, auf die Terrasse oder guckst aus dem Fenster.
00:07:33: Hauptsache, du machst wirklich jeden Tag etwas gleich morgens wenn du aufstehst und dann vielleicht sagst jetzt startet mein Tag.
00:07:42: Und dann abends bevor du in den Feierabend gehst, bevor dein Tag zu Ende geht dass du dir da auch ein Ritual überlegst wo du langsam runterfahren kannst, langsam entschleunigst und sagst, auch dieses Ritual lasse ich gleich.
00:07:59: Das ist wirklich ein hilfreicher Weg und ein sehr wirkungsvoller Weg.
00:08:03: wenn du diese Rituaale ungefähr zwei drei Wochen mal ausprobierst wirst du merken das ist wirklich wie ein sicherer Anker.
00:08:15: zum Schluss also wenn du aus dieser Folge was mitnimmst dann vielleicht dass wenn Stress akut wird brauchst du keine Analyse oder keine Lösung sondern erst einmal Regulation Und das Gefühl von Sicherheit.
00:08:30: Und oft reichen schon kleine Dinge dein Atem, den du bewusst steuerst?
00:08:36: Die Bewegung wie zum Beispiel das Schütteln oder einfach mal kurz innehalten durch die Silent Minute und im Alltag helfen dir Struktur- und Rituale damit es gar nicht erst so weit kommt.
00:08:50: Ganz wichtig zum Schluss!
00:08:51: Du musst nicht alles umsetzen sondern vielleicht suchst du dir eine Sache raus wo du eine Resonanz hast.
00:09:00: Das gefällt mir, das möchte ich mal testen für mich.
00:09:03: Und ich bin gespannt wie es dir mit diesen Impuisen geht.
00:09:05: hinterlasse mir gerne einen Kommentar und wenn du magst dann hören wir uns das nächste Mal wieder!