Was wirklich hinter Stress steckt - und wie Du zurück in Deine Balance findest.
00:00:00: Schön, dass du dir heute ein paar Minuten für dich nimmst.
00:00:03: Und ganz egal ob du gerade in Deutschland bist – den USA, Japan, Frankreich oder irgendwo anders auf der Welt!
00:00:11: Ich freue mich sehr, dass Du heute zuhörst.
00:00:14: Kennst du das auch?
00:00:14: Du verbringst Zeit mit einem Menschen und danach fühlst du dich einfach gut.
00:00:19: Du bist ganz bei dir, du fühlts sich leichter als vorher beschwingt und irgendwie auch
00:00:22: glücklich.".
00:00:24: Und dann gibt es Menschen, nach deren Nähe du merkst ich bemühte.
00:00:28: Ich fühle mich gestresst angespannt und die Gedanken kreisen vielleicht noch lange um das Gespräch.
00:00:33: Du denkst einfach nur, ich brauche jetzt eine Pause, meine soziale Batterie ist leer!
00:00:38: Und genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen.
00:00:41: Denn vor ein paar Tagen habe ich euch auf Instagram gefragt welche Themen euch gerade beschäftigen und worüber ich einmal eine Podcastfolge aufnehmen soll.
00:00:50: Und dann hat mich eine Frage erreicht, die ich richtig schön fand.
00:00:54: Denn sie begegnet mir häufig tatsächlich auch in Coachings oder Trainings und zwar geht es um das Thema Abgrenzung.
00:01:02: Die Hörerin hat geschrieben, woher weiß ich, welche Menschen mir gut tun?
00:01:07: Wie schaffe ich es, mich von Menschen abzugrenzen, die mir nicht gut
00:01:11: tun?".
00:01:13: Als ich das gelesen habe, wusste ich sofort, daraus möchte ich eine Podcastfolge machen Denn ich glaube, dass wir uns diese Frage alle irgendwann stellen sollten.
00:01:23: Nicht nur in Freundschaften sondern auch in der Familie im Beruf, in Partnerschaften oder überall dort wo wir regelmäßig mit Menschen zusammen sind.
00:01:32: und Ich glaube wir versuchen häufig diese Frage mit dem Kopf zu beantworten Und überlegen dann, meint die Person das wirklich so?
00:01:40: Bin ich vielleicht so empfindlich?
00:01:42: Oder sollte ich mich einfach mal nicht anstellen?
00:01:46: Dabei gibt es etwas in uns, das oft schon viel früher eine Antwort kennt und zwar unser Körper.
00:01:53: Denn unser Körper der spürt häufig schon lange bevor unser Verstand alles eingeordnet hat ob uns ein Mensch gut tut oder nicht.
00:02:02: Und das Problem ist nur viele von uns haben gelernt diesem Gefühl nicht mehr zu vertrauen.
00:02:07: Wir erklären es weg wir reden es klein oder ignorieren es einfach Oder wir denken, wir müssten einfach nur belastbarer werden.
00:02:14: Dabei sendet unser Körper uns oft sehr klare Signale.
00:02:19: und vielleicht kennst du das auch?
00:02:20: Du sitzt mit jemandem zusammen und nach außen läuft das Gespräch so völlig normal und trotzdem merkst du innerlich irgendwie fühlt sich das gerade nicht gut an.
00:02:29: Dann bist du angespannt der Atem wird vielleicht flacher oder schneller du kannst nicht richtig dabei sein, sondern zooms so raus und dann gehst du nach Hause und denkst noch ewig über das Gespräch nach.
00:02:43: Und fragst dich was ist eigentlich passiert?
00:02:45: Ich finde dass es ein ganz interessanter Punkt denn in der Resilienz gibt es verschiedene Schutzfaktoren, Resilience-Faktoren und einer davon als Netzwerk.
00:02:53: Das ist der sechste Resilientfaktor.
00:02:56: Und mit Netzwerk ist nicht da gemeint, dass du ganz viele Kontakte hast und einen ganz großen Freundeskreis.
00:03:03: Sondern hier geht es um die Qualität deiner Beziehung – um Menschen, die dir Halt geben, die an dich glauben, die dich unterstützen und bei denen du genauso sein kannst wie du wirklich bist.
00:03:16: Denn genau solche Beziehungen stärken unsere psychische Widerstandskraft.
00:03:19: Sie helfen uns mit Belastungen besser umzugehen, mit Veränderung besser umzugehen und sie geben uns Sicherheit.
00:03:28: Und manchmal erinnern Sie uns auch daran wer wir eigentlich sind Und es ist genauso wichtig, dann wahrzunehmen.
00:03:34: Wenn dich eine Beziehung oder ein Kontakt dauerhaft Kraft kostet und wenn du merkst das tut mir eigentlich nicht gut.
00:03:41: Es geht gar nicht darum dass der Mensch dann schlecht ist sondern jeder Mensch, jeder von uns hat schwere Phasen alle sind mal erschöpft und alle brauchen mal Unterstützung.
00:03:51: Darum geht es nicht, sondern es geht darum dass du für dich ehrlich wahrnimmst wenn eine Beziehung über einen längeren Zeitraum dir nicht mehr gut tut, beziehungsweise was sie mit dir macht.
00:04:02: Und in der Resilienz geht es darum dass du überprüfst ob dir die Beziehungen guttut und es ist nicht dieses eine Gespräch um das es geht sondern ein Muster.
00:04:13: also wenn du zum Beispiel nach fast jedem Treffen erschöpft bist Wenn du dich vielleicht kleiner fühlst als vorher Wenn du das Gefühl hast, du wirst in Frage gestellt oder musst dich ständig erklären.
00:04:24: Oder eben wenn deine soziale Batterie nach jedem Kontakt leer ist Dann darfst du dieses Gefühl ernst nehmen.
00:04:31: und es geht nicht darum mit Schuldgefühlen zu schauen Sondern mit einer Neugier Denn dein Körper versucht dir etwas zu sagen Und der ist oft sehr sehr ehrlich oder eigentlich immer sehr ehrlich Mit dir wo du gerade stehst.
00:04:47: Und weißt du, was ich daran auch besonders spannend finde?
00:04:49: Viele Menschen haben ein unglaublich feines Gespür dafür wie es anderen geht.
00:04:54: Sie merken sofort wenn jemand traurig ist oder jemand Unterstützung braucht.
00:04:58: Wenn jemand belastet ist.
00:04:59: aber viele haben verlernt zu spüren wie's ihnen selbst gerade geht.
00:05:06: Und vielleicht gehörst du auch dazu, dass du manchmal über deine eigene Grenze gehst und merkst.
00:05:12: ich treff mich immer noch mit der Person.
00:05:14: Wir haben immer noch Kontakt obwohl ich mich jedes Marschöpf fühle danach.
00:05:19: Und deshalb möchte ich dir gern drei Fragen mitgeben wo du deine eigene Resilienz stärken kannst und mal schauen kannst wer und was dir eigentlich gut tut.
00:05:34: Nach welcher Art von Gesprächen fühlst du dich leichter als vorher?
00:05:39: Worum ging es in diesen Gesprächen?
00:05:41: Was hat dein Gegenüber dich vielleicht gefragt und welche Themen habt ihr besprochen.
00:05:47: Die zweite, nach welchem Treffen ist deine soziale Batterie leer?
00:05:52: Was ist passiert?
00:05:53: mit wem hast du dich getroffen?
00:05:55: Worum ginge es in dem Gespräch?
00:05:58: Und die dritte Frage bei welchen Menschen kannst Du genauso sein wie Du wirklich bist ohne Dich verstellen zu müssen einfach ganz authentisch mit dem was gerade ist?
00:06:09: Und bei den Fragen geht es darum, dass du dich selbst besser kennenlernst und wahrnimmst wo sind auch deine Grenzen?
00:06:15: was tut dir gut?
00:06:16: Was brauchst du damit du dich getragen fühlst.
00:06:18: Damit du dich sicher fühlste und einfach auch gestärkt bist mit deinen sozialen Kontakten?
00:06:26: und spätestens an dieser Stelle stellt sich natürlich die Frage ja aber was mache ich denn jetzt wenn ich merke das mir ein Mensch nicht guttot?
00:06:33: also genau die frage die die Hörerin gestellt hat.
00:06:36: als erstes möchte ich dir sagen Du musst nicht von heute auf morgen eine Beziehung beenden, darum geht es überhaupt nicht.
00:06:42: Ich glaube manchmal denkt mir bei Abgrenzung sofort an einen radikalen Schritt Kontakt abbrechen Menschen aus deinem Leben streichen.
00:06:49: aber oft beginnt Abgrenzungen viel früher und zwar beginnt sie damit dass du ehrlich wahrnimmst was gerade da ist Und dir auch selbst erlaubst dieses Gefühl ernst zu nehmen.
00:06:59: und dann kann der nächste Schritt sein das du dich fragst Was brauche ich grade?
00:07:04: Brauche ich zum Beispiel mehr Abstand, brauche ein ehrliches klärendes Gespräch oder brauche einfach die Erlaubnis nicht immer sofort erreichbar zu sein und sofort zu antworten.
00:07:15: Abgrenzung bedeutet auch nicht andere Menschen wegzuschieben oder zu ghosten.
00:07:20: sie bedeutet dass du gut auf dich aufpasst.
00:07:23: Und manchmal sind es genau die kleinen Dinge die einen großen Unterschied machen denn Nicht jede Nachricht muss sofort beantwortet werden nicht jeder Einladung muss angenommen werden Nicht jedem Wunsch kannst du automatisch gerecht werden und sollst du auch gar nicht.
00:07:38: Denn es ist wichtig, dass du auch für dich kleine Grenzen setzt, womit du auch greifbarer wirst für dein Gegenüber.
00:07:48: Das ist der Person jetzt zu viel, da möchte sich die andere Person zurückziehen.
00:07:52: Du wirst auch wahrnehmbarer in dem du deine Grenzen kommunizierst und manche sind dann tatsächlich auch irritiert.
00:07:59: das heißt wenn du bisher immer ja gesagt hast und auch immer erreichbar warst und dich immer um andere gekümmert hast und plötzlich einen eigenen Weg gehen möchtest und auch besser auf dich aufpasst an Ist ein Umfeld meistens erst mal irritiert Und diese Irritation liegt daran, dass sich etwas Gewohntes verändert.
00:08:20: Dass du jetzt vielleicht nicht mehr immer reichbar bist oder auch mal nein sagst und manchmal kommt dann sogar Wut vom Gegenüber oder einfach Enttäuschung oder Schuldzuweisungen Vorwürfe Und es ist gar nicht so leicht das auszuhalten und damit umzugehen.
00:08:35: aber Es ist ganz wichtig, dass Du versuchst diese Phase Aus zu halten indem Du dabei bleibst und nicht dann wieder sagst dann um die Harmonie zu wahren sage ich jetzt doch wieder ja und gehe jetzt doch zu der Veranstaltung oder treffe mich, obwohl ich gerade überhaupt keine Lust und keine Kraft habe.
00:08:56: Und es dauert dann in der Regel so zwei drei Wochen bis sich auch ein Umfeld daran gewöhnt.
00:09:01: und wenn das wirklich Menschen sind die dich sehr gern mögen denen du auch wichtig bist dann werden sie auch verstehen dass du für dich sorgst und dass du auch für dich da sein möchtest.
00:09:13: Aber manchmal ist es wichtig, den Menschen das auch zu erklären und zu sagen ich möchte besser auf mich achten.
00:09:20: Ich bin manchmal einfach erschöpft und müde und brauche auch Zeit für mich.
00:09:26: Und wenn du dann ein bisschen diesen Abstand hast, kannst du in dieser Zeit wirklich überprüfen.
00:09:31: Ist das ein Mensch?
00:09:32: Ein Kontakt mit dem ich weiterhin zu tun haben möchte oder auch so intensiv zu tun habe.
00:09:39: Oder ist es eher aus Gewohnheit dass wir uns vielleicht noch treffen.
00:09:42: Ich höre das oft in Resilienztrainings, dass Menschen sagen ja diese Person kenne ich schon zwanzig dreißig Jahre da kann ich doch jetzt nicht einfach das beenden.
00:09:50: Und dennoch in der Resilienz geht es darum, wirklich das zu überprüfen.
00:09:54: Regelmäßig ist das Netzwerk sind meine Kontakte für mich noch gut und gesund oder ist es wichtig auch mich zu lösen?
00:10:05: Oder mich weniger zu verabreden mit diesen Personen und die Person, die an mich glauben, die mir gut tun, die mich stärken, die für mich da sind wo ich's Gefühl habe Es ist eine Balance in beide Richtungen Dass ich mich häufiger mit diesen Menschen treffe und mehr Energie dort hinein investiere.
00:10:26: Und ich weiß, dass das auch nicht so leicht ist, das zu formulieren und sich auch abzugrenzen.
00:10:30: doch es geht darum, dass du auch zu dir selbst ja sagst und für jede Person ihr egal wer jetzt zuhört.
00:10:37: Das wird für dich jeweils etwas anderes sein wo du sagst meine Grenze ist erreicht.
00:10:41: mir ist das jetzt zu viel.
00:10:42: Es hat ganz viel damit zu tun an welchem Punkt in deinem Leben du grad stehst wie gefüllt dein eigenes Stressfass ist und was du eigentlich brauchst.
00:10:50: Deswegen achte gut auf dich und höre gut auf deinen Körper, wenn ihr die Rückmeldung gibt, wie du dich innerhalb eines Gesprächs fühlst.
00:10:59: Und manchmal, wenn du sagst ich merke das nicht mal während des Gespräch sondern vielleicht erst danach dann es ist gut in einem Gespräch auch eine Pause zu machen zum Beispiel mal kurz rauszugehen auf Toilette zu gehen etwas anderes zu machen und dann wieder bei dir einzuchecken und zu fühlen.
00:11:16: Du gehst mir eigentlich gerade mit diesem Gespräch, bin ich erschöpfter als vorher oder tut es mir gut.
00:11:22: So können viele Menschen auch noch besser sich wieder wahrnehmen bis sie es dann schaffen im Kontakt sich auch gut wahrzunehmen.
00:11:30: und wenn du dich selbst dann spürst und auch deine Grenzen spürt, dann sendest du dir selbst eine ganz wichtige Botschaft und zwar meine Bedürfnisse sind genauso wichtig wie die der anderen.
00:11:43: Und dann möchte ich dich gerne zum Ende dieser Folge einladen, dass du mal überprüfst wer ist so in deinem Netzwerk?
00:11:49: Wer ist in deiner Kontaktliste?
00:11:52: Wer davon tut dir total gut und wen möchtest du vielleicht auch verabschieden?
00:11:58: oder mit wem möchtes du auch weniger im Kontakt sein.
00:12:06: Bevor wir uns heute verabscheiden habe ich noch eine kleine Bitte an dich wenn dir dieser Podcast gefällt dann freue ich mich, wenn du eine Bewertung da lässt.
00:12:15: Somit hilfst du anderen Menschen den Podcast auch zu finden?
00:12:18: Menschen die vielleicht gerade in einer schwierigen Lebensphase sind, die Unterstützung gebrauchen können oder einfach ihre Resilienz stärken möchten?
00:12:27: Danke dass du mich dabei unterstützt und ich freue mich wenn du das nächste mal wieder dabei bist!